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Wesenstest am 10.08 und 11.08. in Brunsbek bei Hamburg

wt brunsbek 20130810

Alles begann im Juni, nach dem Röntgen in Gießen war klar, jetzt

brauchen wir für meine 3 Golden noch Formwert und Wesenstest. Klar war auch, dass Wesenstestplätze heiss begehrt und schwer zu kriegen sind. Hier vor Ort, also im Bereich 150 bis 200 km Entfernung, war alles belegt. Also habe ich die Termine studiert und fand die Ausschreibung der BZG Hamburg / Südliches Holstein. Ich habe ganz schnell den Sonderleiter Andreas Berger angerufen und mal gefragt, wie es denn aussieht. Herr Berger war total nett, wenn auch etwas verwundert, dass man so weit fahren möchte. Natürlich gab es auch hier schon einige Anfragen und

so war klar mit drei Hunden auf einen Streich wird es sehr schwierig. Herr Berger sagte mir dann, ich bekäme am 1.7.13 dem Meldeschluss Bescheid und dann sehen wir weiter. Wir bekamen ganz pünktlich am 1.7. Bescheid, dass die 2 Mädchen einen Platz hätten. Der dritte Hund, mein Rüde, war auf der Warteliste. Klasse, nun musste der Rest organisiert werden. Bei Charlotte Kiepker fanden wir, wie schon so oft, Obdach und so startete ich am 9.8. mittags auf die 620 km lange Reise nach Norden mit meinen 3 Hunden, ich hatte die Hoffnung vor Ort vielleicht für Humphrey noch einen Platz zu ergattern, wegen Läufigkeit usw. fallen doch immer wieder mal Hunde aus. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass schon dieser Teil: Anmeldung - Rückmeldung, Wegbeschreibung und Unterkunftsvorschläge freundlich und ausgesprochen kompetent organisiert waren.

Meine 2 Mädchen Holly und Halle waren am 10.08. Samstag, dran und die Hoffnung war da, dass Humphrey am Sonntag vielleicht einen Platz bekommen könnte. Trotz der perfekten Wegbeschreibung habe ich leider nicht sofort den Prüfungsplatz gefunden und auch hier hat Familie Berger mit telefonischem Lotsendienst und sogar Entgegenfahren mir geholfen. Vor Ort war auch alles perfekt organisiert, es gab Kaffee, frisch gebackene Kuchen, Süssigkeiten und hochprozentige Nervennahrung in homöopathischer Dosis für Alle. Der Richter Klaus Karrenberg begrüßte uns Teilnehmer und erklärte uns die Durchführung des Test und alle wichtigen Dinge um mit unseren Hunden teilzunehmen und wenn möglich auch zu bestehen. An diesem Tag waren auch Frau Sabine Lamm, die Wesensrichterkoordinatorin und Jan-Peter Stephan, V1 der LG Nord anwesend, später kam noch Wesensrichteranwärter Roland Pfaff dazu, der an diesem Tag zum Wesensrichterassistenten wurde. Es waren 9 Hunde gemeldet, die auch alle anwesend waren und so konnte es beginnen. Das einzige, was nicht geklappt hat, war die Kommunikation mit Petrus und so hat es immer wieder kräftig geschüttet und einige Windböen schüttelten das Zelt ab und zu recht heftig.
Die ersten Hunde wurden gerichtet und sie konnten alle bestehen. Herr Karrenberg macht ein offenes Richten, sodass man sehr viel auch für den eigenen Hund lernen kann. Meine Aufregung wurde leider immer schlimmer und dann war es soweit Nr. 7 meine Holly war dran. Leider konnte sie nicht bestehen, da sie in der Gasse Angst hatte und der Test an der Stelle für sie und mich zu Ende war. Auch der nächste Hund konnte leider nicht bestehen, da diese Hündin Probleme mit dem Schuss hatte. Meine Aufregung war nun so groß, das Herr Karrenberg mich fragte, ob ich mit Halle noch antreten möchte, oder lieber verzichten möchte. Einen Augenblick habe ich das auch wirklich in Betracht gezogen, aber dann haben mir wirklich alle Anwesenden geholfen meine noch viel schlimmer gewordene Aufregung in den Griff zu bekommen. Familie Berger hat mir mit guten Worten zugeredet, Frau Lamm hat den Spaziergang mit mir gemacht, Herr Pfaff hat mit Halle gespielt und am Ende des Test war ich überglücklich, meine Halle hatte bestanden.
Dann habe ich auch noch die Nachricht bekommen, dass mein Humphrey am nächsten Tag auch einen Platz bekommen hat. 
Ich bin glücklich und zufrieden nach Lüneburg gefahren und habe mich gleich mal mit dem Terminkalender beschäftigt, wann der nächste Wiederholertest stattfindet.
Am Sonntag haben wir uns eine Stunde früher getroffen und es ging mit dem Wetter genau so weiter wie am Tag zuvor. Heute hat Roland Pfaff schon einige wichtige Stationen mit unseren Hunden gemacht und so war auch hier viel zu lernen und an Erfahrungen mit zu nehmen. Irgendwie hatte sich meine Aufregung deutlich reduziert und so bin ich als dritte mit Humphrey gestartet. Humphrey hat es toll gemacht und hat den Test bestanden. Mit einem Haufen Tipps, wie man das eine oder andere Problem mit unseren Hunden lösen kann, oder worauf wir achten sollen, ging es weiter. Auch an diesem Tag waren wir 9 Hunde. Leider konnte auch an diesem Tag ein Hund den Test nicht bestehen, aber auch hier habe ich erlebt, wie toll Alle zusammenhalten und einen auffangen. Überhaupt, dass ist für mich ein Wochenende gewesen, wo man einen tollen Zusammenhalt, Hilfe und Unterstützung, aber auch Spass und Freude mit den Menschen vor Ort erleben konnte und natürlich auch mit und durch unsere Hunde. So geht für mich Verein und Hobby mit unseren Hunden. In der Landesgruppe Nord herrscht eine warmherzige und tolerante Atmosphäre.
Familie Berger hat ein tolles Wochenende gestaltet und mit viel Herz perfekt organisiert, obwohl sie gerade Welpen haben.  
Abschließend muss ich sagen, Familie Berger gehöhrt zu der eimaligen Kategorie: Unmögliches wird sofort ermöglicht, Wunder dauern nur unwesentlich länger. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und komme ganz sicher mal wieder.
Patricia Briest-Dietrich mit 
Humphrey, Holly und Halle
Das andere Ende der Leine war der Mittelpunkt eines sehr intensiven und kurzweiligen Workshops von Klaus Karrenberg am Pfingstwochenende. Diese beiden Tagen starteten 9 Teilnehmer, alle Retriever Fans, mit einer feingliedrigen Analyse, die im amüsanten Sinne einer Stunde auf der Coach Sigmund Freuds ähnelte. Doch dieser Eindruck vervollständigte sich erst in der folgenden Woche bei mir. 
 
Nachdem Screening (Klaus Karrenberg inhalierte gewissermaßen unsere Beschreibungen von unseren Hund-Mensch-Beziehungen), erhielten wir sehr viel Informationen zum Thema, die ich gar nicht wiederholen möchte. Hierzu dienen die genialen PDF-Dateien, die uns die Möglichkeit geben, nochmals zu reflektieren. 
 
Hund = Hund: fern aller Vermenschlichung. 
Dieser erste Tag war für mich sehr beeindruckend, denn in sehr viel Literatur und leider auch in einigen Hundekursen passiert etwas anderes. Wir gucken nicht hin! Sondern wir gucken ab! Aber "eine" Beziehung funktioniert "einmal" gut! Es wird nie eine Kopie geben. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und so konnten die eigenen Themen besser zugeordnet werden. Ich habe gelernt, besser hinzusehen und nicht sofort wieder in gelernte Handlungsmuster zu fallen. Zudem wurde mir klar: wenn ich etwas ändern will, muss ich selbst aktiv werden. Schon der Theorietag brachte viel Spaß und die Erkenntnis: entwickle zusammen mit Deinem Hund eine Beziehung. Und habe Spaß dabei! Dabei hilft Dir keine Methode sondern Führung.
 

Am nächsten Tag trafen sich 13 Mensch/Hundeteams. An diesem schwülwarmen Sonntag lief der Film jedoch erst einmal rückwärts. Achtsamkeit und in Gedanken im Hier-und-Jetzt sein! Das war unsere erste Lektion! Während wir unsere Hunde aus den Autos holten, waren wir alle schon geistig auf der Ausbildungsplatz. Cut. Und das ganze unter genauer Beobachtung brachte viele unkoordinierte Handlungen zum Vorschein. Und dann ging es weiter. Nächste Szene!

Achtung: Wer nur die Leckerlis hat, kann nur diese nutzen! Der Werkzeugkasten in der eigenen Werkstatt ist fast jedem Teilnehmer als Hilfsmittel bekannt. Wechselnde Übungseinheiten mit wertvollen Tipps von Klaus Karrenberg waren individuell auf das Mensch-Hund-Team angepasst, sodass jeder Seminarteilnehmer mit einer Menge von Lösungsmöglichkeiten nach Hause ging.
 
Klaus Karrenberg erhellte die eigenen blinden Flecken. Man bekam Anregungen aus neuen Perspektiven, die ich in dieser Form noch nicht kannte. Zwei Tage der besonderen Art. Man meint all die Seiten und Eigenschaften seines Hundes zu kennen und stellt fest: dass es bei Hund und Mensch noch viel zu entdecken gibt.
 
Herzlichen Dank an Familie Berger für die perfekte Organisation, an alle Beteiligten und besonders Klaus Karrenberg für dieses tolle Wochenende!
 

Mein Hund kann das! Mit Geduld, Ausdauer und Konsequenz. Im nächsten Jahr beim hoffentlich zweiten Teil: Sicherlich.

 
Susanne Klaar mit Jester
 
 
Wesenstet (WT) (siehe Termine)
03./04.08.2013 in Föhrden/ Barl
10./11.08.2013 im Raum Hamburg
 
Stammtisch 19.08.2013 um 19 Uhr
Wo? Landhaus Fuhlsbüttel, Brombeerweg 1, 22335 Hamburg

 

Richter: Hans-Joachim Hahn
Sonderleitung: Sabine Hennig

Samstagmorgen und der Wecker klingelte um 6.30 Uhr. Für meinen Geschmack viel zu früh, denn ich bin alles andere als ein "Early Bird". Doch es half alles nichts, die Sachen waren gepackt und die Anmeldung bereits abgeschickt. Wir mussten los. Tag der Begleithundeprüfung.

Sind-IvenAls ich mit meinem Jungspunt "Iven" auf dem Trainingsgelände in Hamburg-Moorfleet ankam, war er bereits in Partylaune und hätte gerne die versammelte Mannschaft mit einem Spiel aufgemischt. Ich wäre gerne im Erdboden versunken, zumal meine Aufregung hinsichtlich der Prüfung dadurch nicht gemildert wurde. Nachdem die Startnummern gezogen wurden und ich meine Wunschstartnummer 2 gezogen hatte, sprach unser Richter Herr Hahn noch ein paar aufmunternde Worte und dann ging es auch schon los. Das erste Team startete und durchlief eine super Prüfung. Meine Nervosität stieg immer mehr...bis wir an der Reihe waren. Ich wurde plötzlich ganz ruhig und ging mit gezielten Schritten auf das Prüfungsgelände und Herr Hahn zu. Iven wusste anscheinend "jetzt wird gearbeitet" und schaltete den Arbeitsmodus auf ON. Und dann ging alles ganz schnell. Die Prüfung flog regelrecht an mir vorbei und als wir bereits beim Teil der Ablage waren und ich mit den Helfern + Verleithund hinter der Aufstellwand stand wurde mir bewusst "bis hier haben wir es schon geschafft". Als ich hinter der Wand hervorkam und ich auf Iven zuging, machte ich innerlich schon ein Freudentänzchen. Er lag brav an der Ablagestelle und wartete auf das Kommando, wieder in die Grundposition kommen zu dürfen. Das Dummy brachte er mir im gewohnten Mr. 2000 Volt Tempo zurück und dann kam der Spruch von Herrn Hahn, den ich wahrscheinlich nicht so schnell vergessen werde: Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die volle Punktzahl! Ich konnte es kaum glauben und hätte beinahe Tränen gelacht. Mein Eisbär, der mit 6 Monaten zu uns kam, meine kleine weiße Bodenrakte und ich - wir hatten es gemeinsam gemeistert, die Arbeit hatte sich bezahlt gemacht.

Doch nicht nur für uns lief es an diesem Tag super. Alle anderen Teams bestanden den Teil A und später am Tage auch den Teil B, viele mit vorzüglicher Punktzahl. Ihr könnt alle sehr stolz auf euch und eure Hunde sein.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Sabine Hennig bedanken, die mal wieder eine 1 A Organisatorin und Trainerin gewesen ist. Mein Dank geht auch an Herrn Hahn, der uns durch seine humorvolle Art die Aufregung genommen hat und den wir jederzeit gerne wieder in Hamburg Willkommen heißen.